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Ausstellungsarchiv

Maschinenbau Hilti - eine Schaaner Dorfgeschichte, 24. Mai 2016

Maschinenbau Hilti

Führungen durchs Freilichtmuseum

Auf Anfrage bieten wir Führungen durch das temporäre Freilichtmuseum in der Wiesengasse an. Ab den Dreissigerjahren des 20. Jahrhunderts wurde dort Liechtensteiner Industriegeschichte geschrieben.

An diesem Standort gründeten die beiden Industriepioniere Eugen und Martin Hilti 1941 die Maschinenbau Hilti oHG, welche 1960 in Hilti AG umgewandelt wurde. Als Ergänzung bietet sich auf der anderen Strassenseite ein Besuch von St. Peter an. Ein frühchristlichen Baptisterium auf den Fundamenten eines römischen Kastells und darüber die gotische Kirche zeugen von einer langen Schaaner Geschichte.

Impressionen von einer Führung

Auf Anfrage von Peter Rupp erstellte Albert Eberle vom „domus“ ein Kulturprogramm für Mitarbeitende der Hilti AG, die aus 15 Ländern zu einem Workshop nach Schaan gereist waren.

In der Wiesengasse, beim ehemaligen Standort der Hilti oHG, präsentierte sich den 55 Damen und Herren der „Business Unit Installation Systems“ ein temporäres Freilichtmuseum, welches den Anfängen und dem Aufbau der Hilti AG durch die Industriepioniere Eugen und Martin Hilti auf die Spur geht. Die Führung hat gefallen und das Kulturprogramm scheint sich in der Firma herumgesprochen zu haben. Auch eine Gruppe von Verkäufer aus Deutschland wollte im Dezember 2015 mehr über die Anfänge der Hilti AG erfahren. Nach der Führung durch das Freilichtmuseum hat deren Gruppenleiter die Begeisterung seiner Leute wie folgt wiedergegeben:

„Ein sicherlich unvergessliches Erlebnis, zu erfahren, wie alles angefangen hat, die Führung durch Albert Eberle und die beeindruckenden Schilderungen von Heiner Hilti, dem Sohn von Firmengründer Eugen Hilti“.

Eine mutige Frau in stürmischen Zeiten, 11. Juni 2014

Alice Bermann-Cohn

Eine Ferienreise steht am Anfang dieser bewegenden Schaaner Frauengeschichte. Nach einer rebellischen Jugendzeit in der Geburtsstadt Breslau, der Verfolgung durch die Nazis und einem unerschrockenen Kampf im Holländischen Widerstand, wurde Alice Bermann-Cohn nach dem II. Weltkrieg durch ihre Liebesheirat in ruhigere Gewässer geleitet.

Für die stadtgewohnte Frau war es keine leichte Entscheidung in das ländlich bäuerliche Liechtenstein von 1947 zu ziehen, denn die Welt schien Alice offen zu stehen. Aus Amerika und Australien erreichten sie Briefe mit Einladungen. Für ihre Tätigkeit im Widerstand wurde Alice der Holländische Pass angeboten.

Was in Holland noch nicht realisierbar schien, denn als Unternehmerin in der Spielzeugherstellung in Utrecht war sie zu früh in der Nachkriegszeit, konnte Alice Bermann-Cohn in Liechtenstein verwirklichen. Ihre gestalterische Begabung setzte sie in der Schekolin AG um. Auch darin ihrer Zeit voraus, sie war die erste Frau in Messehallen. Die Firma wurde zum ‚Mitglied‘ der Familie Bermann. Als Leiterin der Werbeabteilung trug auch Alice Bermann-Cohn ihren Anteil dazu bei, dass die Lack- und Farbenfabrik zu einem stattlichen Betrieb anwuchs. In der Schekolin AG fanden viele Menschen Arbeit und Ausbildung. Die soziale Einstellung von Rudolf und Alice Bermann kam der Belegschaft immer zu gute. Besondere Verdienste erwarb sich die Firma in der Lehrlingsausbildung.

Die neue Heimat ist Alice Bermann-Cohn sehr ans Herz gewachsen. Es wurden trotz Enttäuschungen, wie die Ablehnung des Einbürgerungsgesuches durch die Bürger der Gemeinde Schaan, viele glückliche Jahre in Liechtenstein. Alice Bermann-Cohn hat den grössten Teil ihres Lebens in ihrem Haus am Reschweg verbracht.

Ihrer Zivilcourage ist Alice Bermann-Cohn auch Liechtenstein treu geblieben. Sie zeigte ihr Leben lang Mut, gegen Ungerechtigkeiten aufzubegehren. So hat sie auch die ‚Aktion Dornröschen‘, öffentlich unterstützt, bei der ihre Tochter Evelyne im Kampf ums Frauenstimmrecht aktiv mitwirkte. Mit 71 Jahren konnte sie erstmals in ihrem Leben an einer Wahl teilnehmen.

Alice Bermann-Cohn engagierte sich zeitlebens für Gerechtigkeit, Frieden, soziale Anliegen und Menschenwürde. Sie war eine unerschrockene Kämpferin gegen Rassismus und Gewalt in jeder Form. Im Rückblick auf dieses engagierte Frauenleben soll ihr Wunsch für eine tolerante Welt stehen, in der es normal ist, jeden Menschen als gleichwertig anzuerkennen.

Fotos der Ausstellung finden Sie unter der Rubrik Fotogalerie auf dieser Homepage.

Albert Eberle

80 Jahre Jodelclub Edelweiss Schaan, 05. Mai 2014

Jodelclub Edelweiss

Der Jodelclub Edelweiss Schaan darf sich mit Stolz “DIE EINZIGARTIGEN“ nennen. Die Schaaner Jodler sind die einzigen Ihrer Art im Fürstentum Liechtenstein und zugleich Pioniere des Jodelgesangs in der ganzen Region. Mit der liechtensteinischen Tracht und den modernen Lederhosen setzt sich der Jodelclub Edelweiss optisch von anderen alpenländischen Jodelformationen ab. Das vielfältige Repertoire beeindruckt. Durch die oft unkonventionelle Darbietung der Jodellieder ist auch der musikalische Stil der Edelweissler nicht gewöhnlich, sondern einfach einzigartig.

Lindarank, die Geschichte einer Schaaner Erfindung, 27. Mai 2013

Lindarank

Der Zusammenstoss von Dorf und Welt

Schaan wird im 20. Jahrhundert zur Drehscheibe des Ver­kehrs in Liechtenstein. Lokaler, regionaler und internatio­naler Verkehr auf dem Weg in die Schweiz oder nach Öster­reich kreuzen sich hier und zusätzlich mit der Eisenbahn, nicht immer ohne Folgen.

Zentrum all dieser Wege ist der Lindarank. Wo Wege sich kreuzen, treffen Menschen aufeinander. Der Lindarank wird Geschichtenbühne. Manche dieser Be­gegnungen von Fremden und Einheimischen, von Besitzen­den und Besitzlosen, von Angeheiterten und Besorgten hin­terlassen Geschichten in der mündlichen oder schriftlichen Überlieferung.

Zu den präsentierten Geschichten kamen im Laufe der Ausstellung (7. März bis 6. Oktober 2013) Texte und gesprochene Geschichten von Besucherinnen und Besuchern dazu.